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Die Atomlobby

Die Atomlobby gilt gemeinhin als diejenige Lobby, die alle Fäden in der Hand hat und für die Durchsetzung eines atomfreundlichen Kurs bei der Politik sorgt. Meist wird hier das deutsche Atomforum als die Spitzenorganisation dieser Lobby hingestellt.
Das deutsche Atomforum ist selbstverständlich eine Organisation, die sich die Weiterentwicklung der Kerntechnik als Ziel gesetzt hat. Dies wird in seiner Satzung deutlich:
Zweck des Vereins ist es, die friedliche Nutzung der Kernenergie in Forschung und Anwendung im Dialog mit Öffentlichkeit und Gesellschaft in Deutschland zu fördern und somit einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Energiemix für eine möglichst sichere, wettbewerbsfähige und umweltverträgliche Energieversorgung zu leisten sowie die Öffentlichkeit sachorientiert auf dem Gebiet der friedlichen  Kernenergienutzung zu informieren.

Doch sehen wir uns doch einmal an, wie das Atomforum finanziert wird, dann erkennt man sehr schnell, wie begrenzt der Einfluss dieser Organisation ist. Sie finanziert sich hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erlösen aus Veranstaltungen. Da das Atomforum aber eine gemeinnützige Gesellschaft ist, werden gerade Spenden sehr genau kontrolliert.

Was würden Sie von einer Lobby halten, die es zulässt, dass fast die Hälfte der Kernkraftwerke in Deutschland ohne technische Begründung abgeschaltet wurden? Ich würde die Lobby zum Teufel jagen! 
Meist werden die EVUs mit der Atomlobby gleichgesetzt. Dies ist aber schlichtweg unsinnig, da die EVUs sich dank wesentlich besserer Subventionen voll bei den erneuerbaren Energien engagiert haben. Herr Großmann, als er noch bei RWE war, hat einmal sehr treffend in etwa gesagt: Wir machen Strom. Auf welche Art ist mir völlig egal, es muss mur wirtschaftlich sinnvoll sein!

Inzwischen schreiben die großen Energieversorger tiefrote Zahlen. EON hat inzwischen begonnen seine Kunstschätze zu verkaufen und ist aus jeglicher Kunstförderung ausgestiegen.
Die wirtschaftliche Lage der EVUs hat sich drastisch verschlechtert. Es ist zu befürchten, dass sie früher oder später Insolvenz anmelden müssen. Damit wären auch die Rückstellungen für Abbau und Endlagerungen in Gefahr.

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